Unser Wirtschaftssystem

zunächst Fakten von vor mehr als 10 Jahren, die sinngemäß immer noch gelten:

 

  • Die deutsche Industrie hat im Jahr 2003 438.000.000.000 € Gewinn gemacht. BDI-Präsident Rogowski kommentiert diese Tatsache mit der Behauptung, dass die deutsche Industrie im Jahr 2003 praktisch nichts verdient habe.
  • Das private Geldvermögen in Deutschland hat sich zwischen 1991 und 2003 auf 3.900.000.000.000 € verdoppelt. Hierin ist nicht das Geldvermögen der Deutschen im Ausland enthalten.
  • Im Jahr 2003 haben Kapitalgesellschaften auf 220.000.000.000 € Gewinne 25.000.000.000 € (oder 11%) Steuern gezahlt. Kapitaleigner mussten im Jahr 2003 auf ihre Kapitalerträge 4,1% Steuern zahlen.
  • 1980 mussten Arbeitnehmer auf ihre Löhne 15,7% Steuern zahlen, im Jahr 2001 wurden auf die Löhne 18,6% Steuern gezahlt.
  • Das Einkommen der Arbeitnehmer in Deutschland hat sich zwischen 1991 und 2002 inflationsbereinigt um 4% verringert. In derselben Zeit stieg das Bruttoinlandsprodukt um etwa 50%.
  • Durch „Hartz IV“ sparen die öffentlichen Haushalte pro Jahr 3.500.000.000 €. Durch die Unternehmenssteuerreform von Rot-Grün verringerten sich die Steuereinnahmen der öffentlichen Hand für die Jahre 2001, 2002 und 2003 um etwa 103.000.000.000 € oder 34.300.000.000 €/a.
  • Noch Anfang der 90ger Jahre waren die Sozialversicherungen (Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung) für alle bezahlbar. Der Leistungsumfang der Versicherungen war wesentlich höher als heute, obwohl das Bruttosozialprodukt deutlich niedriger war.
  • Geld arbeitet nicht. Nur Menschen arbeiten. Dies bedeutet: Jeder Cent Zinsen und Kapitalerträge hat irgend jemand erarbeitet.
  • Die Prognosefehler (Fehlerbalken) bei den Vorhersagen der Wirtschafts“weisen“ für Wachstum und Inflation waren mindestens bis Ende der 1990ger Jahre größer, als der vorhergesagte Effekt. Paul Ormerod, Wirtschafts“weiser“ aus Großbritannien äußerte sich hierzu wie folgt: „Wir haben davon abgesehen [die Fehlerbalken anzugeben weil] … die Standardfehler so groß waren, dass Nichtfachleute [die Prognosen] nur schwer zu schätzen gewusst hätten. Es hätte die Prognosen diskreditiert.“    

 

 

Während man schon lange wusste und erklärte, dass die Armen kein Anrecht auf das Eigentum der Reichen haben, wünschte ich, dass man ebenfalls wisse und erkläre, dass die Reichen kein Anrecht auf das Eigentum der Armen haben.

John Ruskin

 

Wenn ein Mensch dir sagt, er sei durch harte Arbeit reich geworden, frag ihn, durch wessen Arbeit.

Don Marquis 

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